Tadschikistan

Auf nach Dushanbe!

Das Erlebnis mit den Kamelen und die Eindrücke der Wüste sind noch nicht richtig zu mir durchgedrungen, da stehen wir schon am Flughafen von Teheran.

Da wir kein Visum für Turkmenistan bekommen haben, haben wir entschieden das Land zu überfliegen. So geht es nun von Teheran im Iran über Almaty in Kasachstan nach Dushanbe in Tadschikistan. Unser nächstes Ziel ist der Pamir Highway. Die zweit höchst gelegene internationale Fernstraße der Welt soll mit ihren bis zu 4655m hohen Pässen unsere nächste Herausforderung werden. Über eine Whats App Gruppe, in welcher sich mittlerweile rund 70 voneinander unabhängige Reiseradler mit dem groben Ziel China zusammengefunden haben, haben wir bereits erfahren das noch ein Artgenosse im Flieger sitzen wird.

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Pamir Highway

Unser neuer Weggefährte

Manu und ich sitzen mit unseren großen Kartons und dem Berg Gepäck etwas abseits des noch geschlossenen Check-In Schalters und gehen unserem neusten Hobby nach – Menschen im Alltag zu Zirkus Musik beobachten. Wie immer haben wir einen Riesenspaß und fiebern der Sicherheits-Einweisung der Stewardessen im Flugzeug entgegen, welche mit unserer Musik unterlegt einer urkomischen Clown Aufführung ähnelt. Gut gelaunt entdecken wir einen besonders lustigen Kandidaten im pinken Poloshirt mit aufgestelltem Kragen und großer Nerd Brille, der sich mit seiner verplant-verwirrt-nervösen Art perfekt zu den Beats der „Squirrel Nut Zippers“ bewegt. Es gibt einfach sau witzige Menschen! Wir sind uns sicher das es sich um einen schwulen Golfer auf der Suche nach seinem Partner handelt, bis wir den Fahrrad Karton auf seinem Gepäckwagen entdecken. Es ist Tom. Er kommt aus Holland, ist Hetero, hasst Golf und wird, wie ich heute weiß, die nächsten Wochen mit uns verbringen. So kann man sich täuschen.

Ebenso habe ich mich mit dem geschätzten Gewicht meines Gepäcks ganz schön vertan. In der Türkei haben wir unsere Räder auf einer LKW Wage gewogen. Damals wurde mir ein Gewicht von 80kg angezeigt und ich war mir sicher, dass die Waage bei solch geringen Mengen nicht genau funktioniert. Am Flughafen habe ich nun zum ersten Mal die Gelegenheit alles genau zu wiegen. Die Waage zeigt ein Gesamtgewicht für Fahrrad und Gepäck von 65 kg an. Zu diesem Gewicht kommen nochmals rund 10 kg für Wasser und Essen. Seit der Abfahrt in Deutschland habe ich rund 10kg Gepäck aussortiert und zurück in die Heimat geschickt. Mein Startgewicht vor einem Jahr betrug also rund 85kg!

Als wir in Almaty zwischenlanden, haben wir bei unserem 12 stündigen Aufenthalt erstmals Zeit unseren neuen Weggefährten Tom zu beschnuppern. Nach einem Monat im islamischen Iran gelüstet es uns allen nach einem legalen Bier in einer richtigen Kneipe. Im Flughafen WLAN suchen wir uns den am besten bewerteten Irish Pub der Stadt aus, heben etwas Geld ab und verhandeln den Preis mit einem Taxifahrer. Wie gewohnt versucht uns der Taxifahrer übers Ohr zu hauen als wir unseren Zielort im strömenden Regen erreichen. Er versucht uns den 30-fachen Preis zu berechnen. Vermutlich klappt das auch bei vielen Touristen, die mit dem neuen Wechselkurs auf der ersten Fahrt vom Flughafen in die Stadt noch nicht zurechtkommen. Tadschikistan ist für uns jedoch das 15. Land dieser Reise und wir gewöhnen uns schnell an das neue Umrechnen der Währungen und sind bei Taxifahrern inzwischen grundsätzlich erst mal misstrauisch. Als der Taxifahrer nach 5-minütiger Diskussion immer noch einen völlig absurden Preis verlangt, suchen wir uns einen englischsprachigen Passanten der zumindest die Sprachbarriere aus der Diskussion nimmt. Als er erfährt wie der Fahrer uns abzocken will stellt er sich schnell auf unsere Seite und nach wenigen Minuten bezahlen wir den im Land üblichen Preis für die Fahrt. Unser Helfer stellt sich als Andy und Besitzer eines nahegelegenen Cafe´s vor. Wenig später sitzen wir zusammen mit ihm in seinem, eigentlich schon geschlossenen, schicken Bistro und trinken Café-Spezialitäten und verschiedenes Bier aufs Haus. Leider ist er für den Abend bereits anderweitig verplant, empfiehlt uns jedoch noch einen seiner Lieblingspubs und verhandelt diesmal im Voraus den Taxipreis für uns. Tom verwechselt den Regenponcho den Andy ihm wegen des anhaltenden Regens schenkt mit einem Müllbeutel und reißt Löcher für Arme und Kopf hinein ohne zu realisieren das er gerade einen 1A Poncho zerrissen hat. Der Kerl scheint mir doch tatsächlich verpeilter zu sein als ich selbst. Sympathisch! Ich mag solche Menschen!

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Als wir am nächsten Tag später etwas verkatert in Dushanbe landen bauen wir unsere Fahrräder wieder zusammen und verstauen das ganze Gepäck in den Taschen. Es ist jedes mal aufs neue ein gutes Gefühl wenn all unser Hab und Gut an zwei Rädern hängt.

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Wir bauen unsere Räder wieder zusammen…

Nach einer Nacht im inoffiziellen Radreisenden Treff „Green House Hostel“ soll es eigentlich endlich los gehen. Jedoch werde ich in der ersten Nacht krank und als es mir am zweiten Tag besser geht, übernimmt Manu meine Rolle und hütet die Toilette. Weitere zwei Tage später sitzen wir dann endlich im Sattel, auch wenn es mir schon wieder schlechter geht. Wir wollen endlich los!

Wir haben uns bei dem ersten Streckenabschnitt für die „Nord Route“ entschieden und sind begeistert von der wunderschönen Natur, den bunten, traditionellen Gewändern der Frauen und der Warmherzigkeit mit der man uns auch hier wieder begegnet. Auch wenn ich nach wie vor gesundheitlich nicht wirklich fit bin, verbringen wir wunderschöne Tage zu dritt. Wir schlafen an reißenden Flüssen, bauen uns aus Steinen in einem Flussbett einen Pizzaofen und genießen die noch niedrigen Höhenlagen. Noch gibt es Bäume für unsere Hängematten.

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Tom… ohhh Tom!

Schnell wird uns bewusst warum Tom sich uns angeschlossen hat. Sein Fahrrad wiegt mit Gepäck 35kg. Dementsprechend schlecht ist er ausgestattet. Tom ist Steuerberater und hasst Camping. Ein Tag, der ohne eine warme Dusche endet, ist in Tom´s Leben ein verlorener Tag. Ich würde sagen ein Faultier auf Speed wäre handwerklich weitaus begabter aus Tom. Tom ist schusselig und etwas schlampig oder einfach unbegabt in manchen Bereichen. Wenn er sein Zelt aufbaut, ähnelt es am ehesten einer zerknüllten Aldi Tüte.Essen ist Essen“ ist Tom´s Devise. Nudeln wirft er schon vor dem Kochen ins kalte Wasser. Es ändert zwar die Konsistenz, aber satt macht der Matschhaufen am Ende dann ja doch. Er hat weder eine Isomatte, noch einen Kocher oder einen Löffel dabei. Bisher hat er immer in Homestays und Hostels geschlafen und gegessen. Das gibt es nun auf dem Pamir aber nicht mehr. Manu und ich sind im Vergleich so über ausgestattet, dass wir problemlos eine weitere Person mit unserem Equipment durchbringen können. So sind Manu und meine Taschen inzwischen noch ein bisschen voller, da Tom an seinem Fahrrad kein Platz hat um Essen und Trinken für mehrere Tage zu transportieren. Bisher hat Tom jeden einzelnen Tag seiner 4 Monatigen Reise geduscht und uns versichert, das er dass auch weiterhin tun wird. Manu und ich schauen uns völlig perplex an. Wir haben keine Ahnung wie man sich den Stress geben kann jeden Tag eine Dusche zu suchen. So versichern wir Tom, dass sich sein Leben ab dem Tag an dem wir zusammen radeln drastisch ändern wird. Und tatsächlich muss unser Steuerberater nach der Abfahrt in Dushanbe 2 Wochen auf die nächste Dusche warten.

Während wir Tom´s Zelt aufbauen (heute Nacht könnte es regnen, und wir wollen das Risiko nicht eingehen, dass er in seinem eigenen Zelt ertrinkt, da es binnen Sekunden volllaufen würde wenn er es selbst aufbaut) läuft er bis ins nächste Dorf um das nötigste einzukaufen. Neben der Packung Nudeln und dem Tomatenmark bringt er strahlend zwei Fläschchen 95 prozentigen Alkohol aus einer improvisierten Apotheke mit. „Bier gabs nicht, und nichts trinken wäre jetzt ja auch irgendwie doof“ ist seine Aussage dazu. Die nächsten Stunden versucht er mit Hilfe einiger Youtube Anleitungen herauszufinden ob es sich um Ethanol oder den giftig bis tödlichen Bruder Methanol handelt. Als Manu und ich bereits gegessen haben und in unseren Hängematten schlummern gibt er seine Experimente erfolglos auf. Den Alkohol haben wir von da an zur Hand Desinfektion verwendet, da verschiedene Parasiten und Würmer in der Gegend weit verbreitet sind und man sich leicht bei einem der vielen täglichen „high five´s“ der herbeieilenden Kinder ansteckt.

Mir geht´s nicht gut…

(Im folgenden Abschnitt gibt es kaum Fotos. Mir hat jede Energie gefehlt die Kamera auszupacken. Weiter unten findet ihr dafür um so mehr…)

Nach etwa einer Woche geht es mir wieder zunehmend schlechter. Ich habe kaum noch Energie, renne alle paar Minuten ins Gebüsch und mir ist schwindelig. Ich entscheide die beiden vorerst alleine weiter radeln zu lassen und versuche bis zur nächsten Stadt zu trampen um dort auf Manu und Tom zu warten und mich in der Zwischenzeit zu erholen. Ab jetzt bin ich also alleine unterwegs und sitze seit Stunden am Rand der Schotterstraße und warte vergeblich auf ein Auto. Es ist bereits 16 Uhr und an dem gesamten Tag habe ich nur zwei Autos gesehen. Ich bin so platt, dass ich beschließe, es am nächsten Tag zu versuchen und fahre und schiebe mit letzten Kräften noch rund 20km weiter. Ich würde alles geben für eine kalte Cola. Seit Tagen bin ich appetitlos und habe kaum etwas gegessen. Nun ist alle Energie weg und die Provianttaschen sind äußerst spärlich bestückt. Von Manu und Tom erfahre ich per Handy, dass es bis zum nächsten kleinen Laden noch gut 50km sind. Absolut unmachbar für mich.

Kurz vor einem kleinen See steht ein Auto am Straßenrand, ein Mann rennt im Gebüsch davon, ein weiterer steht vor dem Auto. Als ich näher komme sehe ich noch drei Frauen in dem überladenen Jeep sitzen. Der Mann drückt sich ein Blutgetränktes Tuch auf den Mund. Als ich ihn frage ob er okay wäre, schaut er mich mit schmerzverzerrtem Gesicht an und brummelt etwas in das Tuch. Ich suche eine Schmerztablette aus meiner Tasche und halte sie ihm hin. Dankbar nimmt er sie entgegen und klemmt sie sich wie ein Bonbon direkt zwischen Zähne und seine aufgeplatzte Lippe. Ich kann mich nicht verständigen da niemand Englisch spricht, doch ich sehe, dass das Auto zu voll ist für mich und mein ganzes Gepäck, zudem fahren sie in die falsche Richtung. Als ich mich verabschiede drücken mir die Frauen ein Stück Brot und eine Handvoll Zucker durchs offene Fenster in die Hand, als Dank für meine Hilfe. Kurz darauf finde ich einen brauchbaren Schlafplatz, koche Nudeln mit Salz, vermische den geschenkten Zucker mit meinem Wasser und versuche so viel wie möglich zu mir zu nehmen bevor ich wie erschlagen einschlafe.

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Am nächsten Morgen geht es mir nur unbedeutend besser. Das Frühstück fällt dank der Appetitlosigkeit wieder aus und ich fahre weiter bis ich einen guten Schattenplatz an einem kleinen Wasserlauf finde. Dort warte ich wieder viele Stunden vergeblich auf ein Auto. Mittlerweile geht es mir schon so schlecht, dass ich auch ein Auto in die andere Richtung anhalten würde um zurück nach Dushanbe zu fahren. Außer zwei überfüllten Kleinwägen kommt aber auch hier vorerst nichts vorbei. Meine Verdauung hat mich wiedermal ins Gebüsch gezwungen als ich in der Ferne ein großes Auto höre. Ich beeile mich und renne die paar Meter zurück zur Straße, welche ich zeitgleich mit dem Auto erreiche. Der Geländewagen ist super schnell, sieht mich nicht oder will mich nicht sehen und lässt mich in einer riesigen Staubwolke auf dem Schotterweg zurück. Das schnelle, staubende Auto scheint jedoch nicht nur mich aus dem Gebüsch gescheucht zu haben. Auf einen Schlag werde ich von einem Schwarm Bienen attackiert, bekomme mehrere Stiche ab und renne so schnell ich kann auf der Straße Berg ab. Nach rund dreihundert Metern habe ich sie abgehängt und bleibe erschöpft am Straßenrand stehen. Kurz darauf fliegt der nächste Schwarm Attacke und ich bekomme den nächsten Stich ab. Ich habe den Abstand zu meinem Fahrrad und dem Bienennest auf gute 500m erhöht als von oben wieder ein schnelles Auto kommt. Ich versuche den Kleinwagen anzuhalten, werde aber ignoriert. Die Bienen haben den Kleinwagen jedoch nicht ignoriert sondern den lauten staubenden Eindringling verfolgt. Als dieser an mir vorbeibrischt gebe auf einmal ich das einfachere Ziel ab und ich werde wieder von den kleinen Insekten angegriffen und gestochen. Zwischen mir und meinem Fahrrad sind gut 800m steile Schotterstraße. Jedes mal wenn ich versuche mich meinem Rad zu nähren werde ich erneut angegriffen. Völlig erschöpft und ratlos sinke ich auf den Boden und wäge meine Lage ab.

Ich bin krank und erschöpft, ich habe mindestens 5 Bienenstiche abbekommen und bin allergisch darauf, mein Fahrrad und mein ganzes Gepäck inklusive der Erste Hilfe Medizin liegt neben dem Bienen Nest, es hat rund 40 C° und der einzige Schattenplatz ist bei meinem Fahrrad. Links von der Straße geht es fast senkrecht Berg auf, rechts geht es steil hinunter zu einem reißenden Fluss. Am Ende bleibt mir nichts anderes übrig als lange zu warten damit sich die Bienen wieder beruhigen. Als ich es in der Sonne nicht mehr aushalte schleiche ich mich ganz langsam näher, immer darauf gefasst wieder zurück rennen zu müssen. Ich komme bei meinem Fahrrad an, ein paar Bienen umkreisen mich, lassen mich aber in Ruhe. Als ich mein Buch, das ich beim warten gelesen habe und ein paar andere Kleinigkeiten, wieder in meinen Taschen verstaut habe überwinde ich meine Müdigkeit, den Schwindel und das aufkommende Kopfweh und fahre mit voller Kraft weiter Berg auf um möglichst viel Strecke zwischen mich und die Bienen zu bringen für den Fall das wieder ein Auto vorbei rauscht.

Endlich…

Nach einigen Kilometern holt mich ein großer Militär LKW ein. Ich stelle mich quer auf die Straße um ihn zu stoppen. Als er neben mir zum stehen kommt bedeute ich den Offizieren die in der Fahrerkabine sitzen, dass ich krank bin und in die nächste Stadt zu einem Arzt muss. Hilfsbereit laden sie mein Fahrrad auf die Ladefläche zu den rund 30 Soldaten. Ich bekomme einen Platz in der Fahrerkabine bei den Offizieren. Als wir weiterfahren erkläre ich etwas genauer, dass ich bereits seit knapp 2 Wochen Magen-Darm-Probleme habe und deshalb gerne in Qal´ai Khumb zu einem Arzt möchte, den hohen Schotterstraßen Pass der mich noch von der Stadt trennt so geschwächt jedoch nicht überqueren kann. Leider erklären sie mir, dass sie auch nicht bis dort hin fahren, sondern nur etwa 50km bis an den Fuß des Passes. Sie haben aber auch noch eine gute Nachricht. Einer der Insassen ist „Arzt“. Er drückt mir spontan drei verschiedene Pillen und eine Flasche Wasser in die Hand. Ich habe keine Ahnung was es ist, aber die Zeichensprache verrät mir, dass es wohl gut für den Magen sein soll. Ich denke mir, dass die Pillen es wohl kaum schlechter machenwerden und nehme alles brav ein.

Ich will keinen Wodka trinken!!

Kurze Zeit später legen wir eine Pause ein. Inzwischen ist ein zweiter LKW zu uns aufgeschlossen. In einem kleinen Ort finden wir ein „Restaurant“. Ich sitze mit den insgesamt 8 Offizieren auf dem Boden des kahlen, aus Lehm errichteten Raumes und bekomme Tee, Saft, Brot mit Honig und Reis, Suppen mit Gemüse und Fleisch und vieles mehr vorgesetzt, während die einfachen Soldaten draußen in der Sonne warten müssen. Leider habe ich diesmal nicht nur keinen Appetit, sondern mir ist kotzübel und ich möchte mich am liebsten nur in einem Bett oder auf einem Klo verkriechen. Stattdessen sitze ich hier zwischen all den hochrangigen Soldaten und bin die Attraktion, die bemuttert wird. Richtig schwierig wird es für mich als man mir ein Trinkglas, bis zum Rand gefüllt mit Wodka in die Hand drückt. Harten Alkohol kann ich nicht mal kerngesund riechen oder trinken ohne das mir schlecht wird. Es wird zur größten Herausforderung den 8 erwartungsvollen Offizieren mit erhobenen Gläsern zu erklären warum ich ihre „Magenmedizin“ ablehne und ihnen klar zu machen, dass ich vor ihnen auf den Boden kotze, wenn ich auch nur einen Tropfen davon trinken würde.

An der Kreuzung, an der ich abbiegen muss, steige ich aus, nehme mein Fahrrad entgegen und bedanke mich bei allen. Anschließend geht es noch rund 5km auf dem Fahrrad weiter bis ich einen Schlafplatz finde. Wie in Trance baue ich mein Zelt auf, lasse alles fallen, werfe noch einen Blick auf mein Handy, welches mir nicht nur sagt dass der Akku nur noch 2% hat, sondern auch das es absolut keinen Empfang gibt. Wie Ohnmächtig sinke ich in einen unruhigen Fieberschlaf. Die Bienenstiche an den Armen sind inzwischen stark angeschwollen, die Stiche im Kopf dagegen scheinen den ganzen Druck nach innen abzugeben. Mir ist wahnsinnig schwindelig und ich bekomme immer schlimmere Kopfschmerzen. Nach einer wahnsinnig anstrengenden und unangenehmen Nacht zwingt mich meine Verdauung wieder aus dem Zelt. Mein Kopfweh ist schlimmer als ich es jemals erlebt habe. Ich schreie und stöhne vor Schmerzen und jede noch so kleine Anstrengung lässt den Druck im Kopf steigen und ich bin mir sicher jeden Moment umzufallen, besonders als ich wiedermal im Gebüsch knie. Jedes mal bücken beim Zelt abbauen und Fahrrad beladen wird zur Qual. Als ich im Sattel sitze lasse ich mich den Berg hinunter rollen, zurück wo ich am Vortag hergekommen bin. Nachdem ich in ein anderes Tal abbiege habe ich zumindest wieder etwas Handy Empfang. Ich stecke mein Handy am Solarpannel ein und lege mich selbst in den Schatten und hoffe das endlich ein Auto kommt.

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Nach etwa zwei Stunden kommt winzig kleiner LKW vorbei. Wir laden mein Rad auf die Ladefläche, die Anstrengung droht mir den Kopf zu zerreißen. Die beiden Insassen sind wahnsinnig gesprächig, sprechen nur auch kein Englisch. Ihre tausend Fragen, ihr Lachen, die Scherze, alles hämmert in meinem Kopf. Nach wenigen Kilometern treffen wir auf zwei Rucksackreisende. Ich bin fasziniert in dieser Gegend auf Touristen zu treffen. Das junge Pärchen kommt aus Russland und kann sich mit dem Fahrer verständigen. Leider erklären sie mir, dass er auch nicht über den Pass fährt, sondern in wenigen Kilometern zu einem kleinen Haus in den Bergen abbiegen wird. So sitze ich kurz darauf noch tiefer in der Pampa, im unteren Drittel des Passes, der mich noch immer von der Stadt trennt. Völlig erschlagen lehne ich im Schatten eines Felsblockes und unterhalte mich mit dem russischen Pärchen. Die beiden sind wahnsinnig nett, jedoch sinkt die Chance, dass einen eins der wenigen Autos mitnimmt mit zwei weiteren Reisenden inklusive ihrer großen Rucksäcke noch weiter. Nach einigen Stunden verschwindet der Schatten unseres Felsblockes und die beiden beschließen weiter zu wandern. Ich fühle mich völlig bewegungsunfähig und beschließe noch liegen zu bleiben und die anderen zur Not später irgendwie einzuholen.

Ich habe außer 4 500mg Paracetamol Tabletten noch nichts gegessen an diesem Tag. Trotz der Schmerzmittel habe ich das Gefühl, dass mich mein Kopf gleich um den Verstand bringt als ich ein Auto höre. Ich raffe mich auf, stelle mich auf die Straße und winke das Auto herunter. Es ist ein großer Jeep, doch der Blick ins Innere ist ernüchternd. Es gibt 8 Sitzplätze und bereits 9 Personen dazu jede Menge Gepäck. Wieder spricht niemand Englisch und ich versuche mit wenig Hoffnung mein Anliegen zu erklären. Der Trupp beratschlagt sich kurz, dann sagen sie mir, dass ich mitfahren kann. Ich kann mein Glück kaum fassen. Sie fahren unmissverständlich bis in die Stadt! Wir laden mein ganzes Gepäck samt Fahrrad auf das Dach und ich bekomme wieder einen recht komfortablen Sitzplatz.

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Kurz nach der Passhöhe überholen ich endlich Manu und Tom, die sich den wahnsinnig anstrengenden Pass auf unbefestigten Straßen hoch gekämpft haben, und nun im Schritttempo auf eben so schlechten Straßen wieder herunter fahren. In Qal´ai Khumb angekommen erfahre ich, dass das Auto noch bis nach Chorog weiter fährt und ich die 250km bis dorthin gerne noch mitkommen könne. Ich bin zwar platt und würde mir am liebsten direkt hier ein Zimmer suchen um mich hinzulegen, aber Chorog ist ein deutlich größerer Ort, ebenfalls an der afghanischen Grenze, mit einem großen Krankenhaus. Ich entscheide mich also noch ein paar Stunden im Auto auszuharren, auch um dann mehr Zeit zu haben bis Manu und Tom mich wieder einholen. Die nächsten zwei Tage liege ich in Chorog in einem kleinen Hotelzimmer im Bett und schaffe es nicht einmal mich zum Duschen zu bewegen, da die Kopfschmerzen nicht nachlassen wollen.

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Am dritten Tag fühle ich mich endlich besser und laufe bis zum Krankenhaus, da ich immer noch zu viel Zeit auf der Toilette verbringe. Der Standard ist alles andere als Europäisch und es kostet mich viel Zeit einen Arzt, bzw. eine Ärztin zu finden, die zumindest am Anfang behauptet Englisch sprechen zu können. Sehr schnell stellt sich heraus das sich ihr Englisch auf Hallo, Danke und Tschüss beschränkt. Ich kann stolz behaupten, dass sogar mein Persisch mit einem Vokabular von rund 20 Wörtern deutlich besser ist. Wieder hilft die Zeichensprache. Eine Untersuchung kommt dennoch nicht zustande, dafür bekomme ich einen Schmierzettel mit den Namen von fünf Medikamenten, die ich mir in der Apotheke holen soll. Immerhin war der Besuch kostenlos. Die Medikamente kosten 1,20€.

Zurück im Hotel versuche ich die russischen Schriftzeichen auf den Medikamenten zu entziffern um zu googeln was ich da so alles Feines bekommen habe. Als ich mir recht sicher bin, dass nichts all zu schädliches dabei ist, werfe ich mir die Pillen ein und drei Tage später scheint das Antibiotikum endlich zu wirken. Als Manu und Tom auch in Chorog ankommen beschließen wir noch ein paar Tage in der Pamir Lodge zu bleiben.

Auch hier treffen wir wieder viele Radreisende, schließen neue Freundschaften und verbringen schöne Abende mit vielen spannenden Geschichten der ganzen Reisenden. Auch Alex aus Schweden haben wir hier kennen gelernt und er beschließt uns vorerst auch zu begleiten.

So verlassen wir Chorog gut gelaunt zu viert Richtung Norden bis wir nach 20 Kilometern wieder einen der Check Points passieren müssen. Die Kontrollen bei denen unter anderem überprüft wird ob man das für den Pamir Highway nötige GBAO Permit besitzt, sollen den Drogenhandel aus Afghanistan unterbinden. Schon routiniert geben wir unsere Pässe und erforderlichen Papiere ab. Ungeduldig warten wir auf die Weiterfahrt als die Beamten behaupten wir hätten das in diesem Bezirk nötige Permit nicht und dürfen diese Schranke nicht überqueren. Es ist die einzige Straße, die Alternative wäre also zurück zu fahren, was für uns ausgeschlossen ist. Wir diskutieren eine gefühlte Ewigkeit mit den Beamten, da wir sicher wissen alle Genehmigungen zu haben, bis sie uns anbieten uns für je 10 Dollar durch zu lassen. Nun ist es offensichtlich Korruption und das nehmen wir sofort als Chance war. Die Beamten zu bezahlen kommt für uns nicht in Frage, also fordere ich die Ausweise von ihnen zu sehen und ihre Namen zu erfahren. Ich behaupte damit dann zurück in Chorog aufs Polizei Revier zu gehen und dort zu klären ob wir irgendwelche Sondergenehmigungen brauchen. Ihre Namen wollen sie nicht rausrücken. Also schauen wir nach der genauen Position des Checkpoints und erklären den Beamten das wir nun das Konsulat anrufen und dort Bescheid geben das wir den Checkpoint angeblich nicht passieren dürfen. Als die Beamten realisieren das wir uns an ihre Vorgesetzten wenden, werden sind sie auf einmal ganz ruhig, da sie sich natürlich um ihre Jobs sorgen. Plötzlich sind alle ganz freundlich, geben uns unsere Pässe zurück und wir werden durch die Schranke gewunken.

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Einer der Check Points

Die kommenden Tage sind wunderschön. Wir fahren über immer höhere Pässe von bis zu 4655m, überqueren die beeindruckenden Hochplatos, lernen Familien die mitten im nirgendwo in ihren Jurten wohnen kennen. Der Pamir Highway ist nicht umsonst so beliebt bei Radreisenden und so kommt es das wir immer wieder auf andere Radler treffen. Immer wieder werden einem von anderen Reisenden besonders schöne oder gut gelegene Schlafplätze empfohlen an denen wir dann auf bis zu 7 andere Zelte und bis zu 12 Personen treffen.

(auf die Bilder klicken um sie in groß zu betrachten)

Unser Trinkwasser beziehen wir immer aus Flüssen. Trotz der hohen Lagen müssen wir das Wasser immer aufbereiten, da das Wasser durch Kühe und Menschen verunreinigt ist. Einkaufen können wir in kleinen Läden an denen wir etwa alle zwei Tage vorbei kommen. Die Auswahl ist äußerst beschränkt, meist ist das Beste was man bekommen kann ein Snickers. Täglich essen wir viele der Zuckerbomben um uns irgendwie mit Energie zu versorgen. Abends kochen wir Nudeln, welche jedoch immer sehr matschig werden, da das Wasser in dieser Höhe schon zwischen 70 und 80 Grad kocht. Oft greifen wir auf Instand Suppen zurück, die im Vergleich zu den matschigen Nudeln mit Tomatenmark gar nicht mehr so übel schmecken. Seit drei Tagen kämpfen wir mit unglaublich starkem Gegenwind. Sogar im flachen Gelände wird das Vorankommen zur Qual. Auf Strecken, die wir ohne Wind mit 30 km/h fahren würden kommen wir unter diesen Bedingungen mit gerade mal 6 km/h vorwärts, es ist zermürbend und anstrengend. Hinzu kommt die dünne Luft die jede Anstrengung noch verstärkt. An den steilen Passagen auf über 4500m muss ich sehr oft anhalten um genug Luft zu bekommen. Ebenso sind die ersten Nächte auf dieser Höhe sehr unruhig, da man bei der flachen Schlafatmung nicht genug Sauerstoff bekommt, wenn man nicht richtig aklimatisiert ist. Nachdem uns an einem Tag dann noch Sandstürme das Leben schwer machen und dicke Gewitterwolken am Horizont hängen motiviere ich die anderen bereits am frühen Nachmittag an einem einigermaßen geschützten Platz zu übernachten.

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Braunes Wasser aus einem Fluss….

Als die Zelte stehen, fällt uns auf, dass wir nicht genug Wasser haben um für alle zu kochen. Also ziehen Manu und Tom zu Fuß los um an dem etwa zwei Kilometer entfernten Fluss Wasser zu holen. Der reißende Fluss führt leider nur tief braunes Wasser welches wir anschließend mit meinem Microfaser Handtuch filtern. Das immer noch milchig trübe Wasser versehen wir mit einer Micropur Tablette und kochen uns anschließend eine Suppe daraus. Sie schmeckt nach etwas unreinen Wasser mit Chlor, Sand und Nudeln. Nach dem anstrengenden Tag ist sie dennoch ein Genuss.

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In dieser höhe ist man den Sternen nahe…

Nachts wird mir speiübel und ich fühle mich total elend. Als ich am nächsten Morgen unter Mühe aus meinem Zelt krieche übergibt sich Alex neben seinem Zelt. Mein Bauch grummelt, ich schnappe mir das Klopapier und schleppe mich um die nächste Ecke.

Einige Tage später erfahre ich das Micropur im trüben Wasser deutlich höher dosiert werden muss. Die Suppe hat bei rund 70 Grad gekocht was auch nicht ausreicht um alle Bakterien zu töten.

Wieder krank, wieder auf Autos hoffen….

Wir sind wieder krank. Noch schlimmer als beim letzten Mal. Wir sind wieder im tiefsten Nirgendwo, zu schwach unsere Räder zu schieben. Wir haben kein Wasser mehr. Bis zur Grenze sind es zwar nur 8 km, doch sie liegt auf einem hohen Pass den zumindest Alex und ich um keinen Preis erklimmen können. Immerhin bin ich diesmal nicht alleine. Wir kämpfen uns etwa 3, 4 Kilometer über die Schotterstraße nach oben. Das 75kg schwere Rad über den Schotter zu schieben raubt uns die letzten Reserven und obwohl Manu und Tom uns beim Schieben helfen, müssen Alex und ich schließlich aufgeben.

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Alex und ich beim schieben der Räder

Unsere Rettung….

Wir warten einige Stunden und halten das erste Auto an das vorbei kommt. Der Fahrer und die zwei französischen Insassen sind sehr freundlich. Wir legen unsere Schlafsäcke aufs Autodach und fixieren Alex´ und mein Bike darauf. So beklimmen wir den letzten Pass mit dem Auto und überqueren die Grenze nach Kyrgisistan auf 4 statt 2 Rädern. Immer wieder müssen wir halten weil uns zu schlecht wird oder wir aufs Klo müssen. Eigentlich wollen wir nur bis Sary Tash, der erste Ort hinter der Grenze. Als der Fahrer uns jedoch anbietet uns für 20 Dollar noch bis nach Osh zu bringen, sagen wir dankend zu. Der Gedanke an etwas Zivilisation, eine gute Essensauswahl, frisches Obst und gegebenenfalls einen Arzt gefallen uns zu gut. Nach rund 8 anstrengenden Stunden im Auto kommen wir in Osh an und lassen uns in einem Hostel bei dem man auch günstig im Garten Zelten bzw. in der Hängematte schlafen kann nieder.

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Unsere Rettung…

Die nächsten Tage sind ein ständiges Auf und Ab. An einem Tag geht es mir ganz gut, am nächsten dafür um so schlechter. Da ich immer noch die meiste Zeit des Tages auf dem Klo verbringe, an manchen Tagen renne ich gut dreißig mal, beschließe ich mich doch mal auf Parasiten untersuchen zu lassen. Wieder renne ich ewig durch die Stadt, finde nirgends englisch sprechende Ärzte und werde weder im Krankenhaus noch in Privatkliniken fündig. Alle sagen ich solle doch am nächsten Tag wieder kommen, da dann der zuständige Arzt da sei. Am nächsten Tag sagt man mir das Selbe. Schließlich verschiebe ich den Arztbesuch auf Bishkek, da ich hoffe, dass ich hier auf einen höheren medizinischen Standard treffe.

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In einem der Krankenhäuser

Als wäre es alles noch nicht genug stürze ich Nachts auf dem Weg zum Klo mit einem Bein in einen nicht richtig verschlossenen Kanalschacht und reiße mir an dem rostigen Rand das Bein vom Knöchel bis zum Oberschenkel auf. Ich reinige alles gründlich mit Alkohol und bin froh, dass sich die tiefe Wunde nicht entzündet oder der Rost sich seinen Weg in meinen Blutkreislauf sucht.

So geht es nach 7 Tagen immer noch krank mit einem Shared Taxi zusammen mit Alex und Andy, einem anderen Radfahrer den wir schon länger kennen, nach Bishkek. Die 13 stündige Autofahrt ist wieder sehr anstrengend, die Landschaft ist jedoch sehr schön. Ich bedauere es sehr die Strecke nicht auf dem Fahrrad zurück zu legen, bin in meinem Zustand jedoch auch sehr froh nicht all die Berge hochstrampeln zu müssen.

In Bishkek treffe ich auf das selbe Problem. Im ersten Krankenhaus sagt man mir ich müsse in ein anderes. Im zweiten spricht kein Mensch Englisch. Dort will man sich jedoch tatsächlich um mich kümmern, nur will ich dann ganz plötzlich nicht mehr. In Zeichensprache habe ich mein Anliegen erklärt und möchte mit einem Arzt sprechen. Alles was jedoch passiert ist, dass mich drei Krankenschwestern beinahe nötigen mich auf eins der übel verschmutzen Betten zu legen, während sie bereits eine Spritze und zwei Infusionen vorbereiten. Da ich zu diesem Zeitpunkt jedoch immer noch keinen Arzt gesehen habe und keine Ahnung habe was man mir da spritzen möchte verlasse ich das Krankenhaus wieder und mache mich auf die Suche nach einer Alternative. Nach langem Suchen lande ich dann in einem anderen Krankenhaus und ich finde tatsächlich eine englisch sprechende Ärztin. Nach weiteren langen und komplizierten Erklärungen gebe ich eine Stuhlprobe ab und bekomme am nächsten Tag einen kleinen Schmierzettel der mir wohl sagen soll das alles in bester Ordnung ist. Na immerhin!

Auch ohne Medizin geht es mir wenige Tage später deutlich besser. Nun geht es von Bishkek weiter Richtung Kasachstan und dann nach China! Ich hoffe ich bleibe nun gesund, die ständige Krankheit macht das Reisen sehr anstrengend und Kyrgisistan habe ich dadurch leider fast komplett verpasst. Gott sei Dank folgen noch so viele Länder!

Abschließend möchte ich noch sagen das mich das Land Tadschikistan und der Pamir Highway trotz aller Strapazen tief beeindruckt hat und in meinen Augen definitiv eine Reise wert ist. Die Menschen sind mir immer sehr freundlich begegnet, die Landschaft ist unglaublich schön und es war auf alle Fälle eine Erfahrung für´s Leben!

Tom ist mittlerweile wieder alleine unterwegs. Wir hoffen er verhungert oder ertrinkt nicht…

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